Am 18. September 2026 wurde die Außenstelle Chemnitz des BFW Leipzig zum Treffpunkt für Leistungsträger, Unternehmen und Kooperationspartner. Beim Netzwerktreffen Berufliche Reha konnten die Gäste die sanierten und modern ausgestatteten Räumlichkeiten im Europark kennenlernen, verschiedene Reha- und Qualifizierungsangebote erleben und vor allem eines: miteinander ins Gespräch kommen.
Ankommen, begrüßen und gemeinsam starten
Ab 9:30 Uhr wurden die Gäste in der Außenstelle Chemnitz herzlich empfangen. Nach der offiziellen Begrüßung und Einführung durch die Außenstellenleiterin Franziska Stange übermittelte sie herzliche Grüße von Frau Dittmann, der Geschäftsleiterin des BFW Leipzig, die an diesem Tag leider nicht persönlich dabei sein konnte.
Für einen fachlichen Einstieg sorgte anschließend Brit Loris mit einem informativen Vortrag zu den Themen Betriebliches Eingliederungsmanagement und Casemanagement. Dabei standen Fragen rund um eine erfolgreiche berufliche Wiedereingliederung und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure im Mittelpunkt.
Unter den Gästen waren Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsagenturen und Rentenversicherungen, Personalerinnen und Personaler regionaler Unternehmen sowie verschiedene Kooperationspartner des BFW Leipzig sowie Vertreter*innen der Krankenkasse AOK und verschiedener Kliniken.
Berufliche Reha hautnah erleben
Ab circa 10:30 Uhr wurde es dann praktisch: In Kleingruppen ging es auf Entdeckungstour durch die modernen Räumlichkeiten der Außenstelle.
Auf dem Programm standen unter anderem das Reha-Assessment, verschiedene BTZ-Maßnahmen, die BTZ-Werkstätten sowie die AQUA-Umschulungen im kaufmännischen Bereich und zum Fahrradmonteur bzw. Zweiradmechatroniker (m/w/d).
An den einzelnen Stationen warteten die Mitarbeitenden bereits mit anschaulichen Präsentationen, Vorführungen und vielen Informationen. Die Stationen waren mit viel Engagement vorbereitet worden und das war spürbar. Die Gäste erhielten nicht nur einen Einblick in die unterschiedlichen Angebote, sondern konnten auch direkt mit den Fachkräften oder auch Teilnehmenden der Maßnahmen ins Gespräch kommen und ihre Fragen stellen.
Persönliche Einblicke, praktische Erfahrungen und echte Erfolgsgeschichten
Besonders anschaulich wurde der Praxisbezug durch den Besuch einer ehemaligen Umschülerin. Sie berichtete persönlich von ihrem Weg durch die Umschulung und ihrem Einstieg ins Berufsleben. Dabei stellte sie sich den Fragen der Gäste und gab authentische Einblicke in ihre Erfahrungen.
Auch ihre heutige Vorgesetzte kam zu Wort und schilderte aus Sicht des Unternehmens, wie die Zusammenarbeit entstanden ist und wie beide Seiten zueinander gefunden haben. Eine persönliche Erfolgsgeschichte, die deutlich machte, welchen Wert eine gute Zusammenarbeit zwischen Reha-Einrichtung und regionalen Unternehmen haben kann.
Auch an anderen Stationen durften die Gäste selbst aktiv werden: In der Lehrküche hatten die Auszubildenden selbstgemachte Smoothies und Energiebälle vorbereitet. Der neue Sportraum und der Entspannungsraum wurden vorgestellt und zeigten, wie unterschiedliche Bausteine der beruflichen Rehabilitation ineinandergreifen. Für zusätzlichen Spaß sorgte ein Assessmenttest, den die Gäste mit sichtlicher Begeisterung selbst ausprobierten.
Kreativität und digitale Kompetenzen
Auch die Lernagentur „Toy Town Chemnitz KG“ der Inklusionsgestützten Erstausbildung (IngE) zeigte, was in den Qualifizierungsangeboten steckt. Die Teilnehmenden präsentierten einen selbstgedrehten Erklärfilm und standen anschließend für Fragen zur Verfügung.
So wurde an vielen Stationen deutlich: Berufliche Rehabilitation bedeutet heute weit mehr als reine Qualifizierung. Sie verbindet fachliches Lernen mit praktischer Erprobung, persönlicher Unterstützung, digitalen Kompetenzen und der konkreten Vorbereitung auf den beruflichen Wiedereinstieg.
In der hauseigenen Ergotherapie in der Werkstatt im Erdgeschoss, halten wir weitere Angebote zur Steigerung der Leistungsfähigkeit bereit. Diese entwickeln nicht nur kognitive Fähigkeiten, sondern auch Kreativität und Geschick.
Zeit für Austausch und neue Kontakte
Nach den Führungen klang der gemeinsame Tag bei einem Get Together mit einem kleinen Imbiss aus. Nun stand vor allem eines im Mittelpunkt: der persönliche Austausch und das Netzwerken.
In entspannter Atmosphäre wurden Gespräche vertieft, Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht. Genau dafür sollte das Netzwerktreffen Raum schaffen und dieser wurde intensiv genutzt.
Die Rückmeldungen und die gute Stimmung am Ende des Tages zeigten: Das Netzwerktreffen war für alle Beteiligten eine gelungene Gelegenheit, das BFW Leipzig und seine Angebote noch einmal aus einer ganz praktischen Perspektive kennenzulernen.
Ein herzliches Dankeschön
Wir freuen uns über diesen gelungenen Austausch und noch mehr auf ein Wiedersehen und eine Wiederholung des Netzwerktreffens!
Wer die Angebote des BFW Leipzig und der Außenstelle Chemnitz noch nicht kennt, hat beim nächsten Besuch vielleicht die Gelegenheit, selbst einmal hinter die Kulissen zu schauen. Denn eines hat dieser Tag gezeigt: Berufliche Rehabilitation lässt sich am besten verstehen, wenn man sie erlebt.