Vernissage „Verlorene Maschen – Gefährdete Fäden“ in Chemnitz

Wo einst Spindeln ratterten, wurde nun Geschichte sichtbar gemacht: Die Arbeitsplatznahe Qualifizierung (AQUA) Jahrgang 25/01 präsentierte in der Außenstelle in Chemnitz ihre Ausstellung „Verlorene Maschen– Gefährdete Fäden“ und lenkte den Blick auf fast vergessene textile Handwerksberufe.

 

Kaum ein anderer Ort hätte besser gepasst. Denn die Außenstelle des BFW Leipzig befindet sich im Europark, einer ehemaligen Spinnerei. Nach der umfassenden Renovierung verbinden die Räume nun eine moderne Schulungsumgebung mit ihrem industriellen Erbe.

Vier Wochen Vorbereitung – von der Idee zur Ausstellung

Unter der Leitung von Ausbilderin Simone Gritz hatten die zwölf Teilnehmenden vier Wochen Zeit, das Projekt vollständig zu planen und umzusetzen. Sie entwickelten das Ausstellungskonzept, recherchierten historische Handwerkseinrichtungen und nahmen Kontakt zu insgesamt 10 Betrieben und Museen auf, darunter das Esche-Museum Limbach-Oberfrohna, die Handschuhmanufaktur Schneeberg und die Schürzenfabrik in Eibenstock.

 

Vor Ort fotografierten sie die historischen Maschinen und Produktionsstätten für die Fotoausstellung. Darüber hinaus kümmerten sie sich um die Organisation der Rahmen und der Passepartouts, installierten die Ausstellung und planten den Tag der Vernissage.

Von verschwindenden Traditionen und Menschen, die sie bewahren

Zur Vernissage am 09.12.2025 begrüßten die Teilnehmenden der AQUA und die Standortleitung Franziska Stange zahlreiche Gäste. In zwei Führungen erhielten die Besucherinnen und Besucher spannende Einblicke in die Geschichte der Textilregion und lernten gleichzeitig die frisch renovierten Räumlichkeiten des BFW Leipzig in Chemnitz kennen, in denen nun die Fotografien der Ausstellung hängen.

 

Vertreterinnen der Fahnenstickerei Eibenstock und des Klöppelvereins Thalheim waren ebenfalls vor Ort, ließen sich die Fotoausstellung zeigen und präsentierten zudem ergänzend eigene Exponate und gaben damit authentische Einblicke in heutige textile Entwicklungen. Ein Quiz sowie ein gemeinsamer Ausklang bei kleinen Häppchen rundeten die Veranstaltung ab.

 

Die AQUA 25/01 hat mit diesem Projekt gezeigt, wie viel Leidenschaft, Organisationstalent und Kreativität in vier Wochen entstehen können. Ein starkes Stück regionaler Erinnerungskultur – und ein gelungener Auftakt für die neuen Räume des BFW Chemnitz.

Suche
Suche